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GREEN IS THE NEW RED - Lecture and book presentation by the author Will Potter

„Sometimes people who forment violent revolution are terrorists, and sometimes they are freedom fighters. It all depends on those in power.“ – Will Potter.
In den USA und zunehmend in Europa gerät die Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung ins Fadenkreuz der Staatsapparate und Chef-Etagen der Konzerne. Der freie Journalist, Autor und Betreiber des Informationsportals greenisthenewred.com Will Potter aus Washington D.C. zeigt in seinem 2011 publizierten Buch Green is the New Red anhand langjähriger Recherchen zur Geschichte der US-amerikanischen Ökologie- und Tierrechtsbewegung, wie ein Netzwerk aus staatlichen Behörden, Medien, Interessenverbänden, Think Tanks und Unternehmen zum konzertierten Schlag gegen den „number one domestic terrorism threat“ (FBI) ausgeholt hat.
Flugblatt aus dem 1. Mai Tierbefreiungsblock
Folgendes Flugblatt wurde am 1. Mai 2012 in Zürich verteilt:
„Auch die Natur wartet auf die Revolution“ (Herbert Marcuse)
Den ersten Mai ohne seine Geschichte zu feiern, würde die Ausblendung dessen bedeuten, warum wir heute hier sind. Es ist und bleibt uns bewusst, dass dieser Tag, in Gedenken an den Justizmord an mehreren anarchistischen Mitorganisatoren eines Arbeiterstreiks Anfang Mai 1886 in Chicago, in der Tradition und im Selbstverständnis steht, für ein menschenwürdiges Leben zu kämpfen. Denn damals wie heute untergraben die kapitalistischen Produktionsverhältnisse die lohnabhängigen Menschen.
In einer Rede vor Tausenden von Zuhörern rügte August Spies, Herausgeber der sozialistischen Arbeiter-Zeitung in Chicago, einen Tag vor dem ersten Mai 1886 die unsäglichen Fabrikzustände, indem er mehrmals wiederholte: „Man kann nicht ewig wie ein Stück Vieh leben!“ Ein Satz, der uns wiederum auf Marx verweisen könnte, welcher bereits vor 150 Jahren erkannt hat, dass nicht nur die entfremdete Arbeit Reichtum erzeugt, sondern auch die Untergrabung der Erde. (MEW 23, S. 530) Dazu gehört auch die Ausbeutung der Tiere, welche bis heute eine Quelle der Gebrauchswerte sind und/oder diese zu produzieren haben.
TIERBEFREIER-INNEN AN DEN 1. MAI!

Weil die tägliche Vernichtung und Ermordung von Millionen von Tieren eine Klassenfrage ist und unser Kampf für die Befreiung von Mensch und Tier im Kreuzfeuer von Staat und Kapital steht!
| Tierausbeutung eine Klassenfrage? Ja! Denn es liegt weder in der Natur der Tiere, noch in der Natur des Menschen, wie ein Tier behandelt zu werden. Die Ausbeutung menschlichen und nichtmenschlichen Lebens erfolgt in den kapitalistischen gesellschaftlichen Verhältnissen aus dem Grund, aus Geld immer mehr Geld zu machen. Die Lohnarbeit und unsere Abhängigkeit von ihr sind dabei ebenso gewinnbringend wie die Beherrschung und Kommerzialisierung der Natur sowie die tägliche Vernichtung und Ermordung Millionen von Tieren durch die Industrie. Die bisherige Geschichte der Zivilisation verweist auf die Verschwisterung der Herrschaft über Mensch und Tier. Sie ist gezeichnet von Brutalität, Gewalt und Repression. Der 1. Mai steht in der Tradition dies ändern zu wollen und für menschliche Zustände zu kämpfen, welche für ein qualitativ neues Verhältnis zur Natur – der inneren und äusseren – stehen. Wir rufen daher alle TierbefreierInnen dazu auf, am 1.Mai in Zürich in den Revolutionären Block zu kommen um die unterdrückte Stimme der untersten im Gesellschaftsbau solidarisch zu verstärken. Für die Befreiung von Mensch, Tier und Natur Revolutionärer Block // 9:30 Uhr Lagerstrasse Zürich // Grosse 1. Mai Demo! Revolutionärer Treff // ab 12:30 Uhr Kanzleiareal // Informieren, Diskutieren, Handeln! Tierbefreiungsbündnis Zitronenfalter (Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der Tierrechtsgruppe Zürich und Einzelpersonen) |
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Birgit Mütherich verstorben: Nachruf von Renate Brucker und Melanie Bujok
Am 16. November 2011 verstarb in Dortmund Birgit Mütherich (Bi), die wohl vielen von Euch/Ihnen durch Texte, Vorträge, Veranstaltungen und Demonstrationen bekannt ist. Birgit Mütherich beeindruckte durch ihr großes Engagement für die Befreiung der Tiere und durch ihre weitreichende Gesellschaftskritik, ihre umfassenden Kenntnisse, ihre brillante Formulierungsgabe, ihren wissenschaftlichen Stil und ihre persönliche Ausstrahlung.
Ebenso wie sich Birgit Mütherich gegen die speziesistische Unterdrückung der nichtmenschlichen Tiere einsetzte, kritisierte sie im intrahumanen Bereich Diskriminierung und Ausbeutung, vor allem soziale Ungleichheit und Ausschließung, Rassismus und Homophobie. Ihre Kritik verband Bi dabei mit einer allgemeinen Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsverhältnisse (auch wenn sie dies in ihren Texten oftmals nicht in dieser Deutlichkeit zum Ausdruck brachte, tat sie dies um so intensiver im persönlichen Gespräch). Unermüdlich führte sie hierzu Diskussionen – von der Kassiererin im Supermarkt bis zu den Kollegen im Forschungsinstitut und den Aktiven der Tierrechtsbewegung . Dabei versuchte sie stets die verschiedenen Unterdrückungsformen in ihrer Gesellschaftskritik zu berücksichtigen, aufeinander zu beziehen und ihre gemeinsame Wurzel offenzulegen. Ihren diesbezüglichen komplexen Ideen waren plumpe und skandalisierende Vergleiche gesellschaftlicher Katastrophen ebenso fremd wie vorschnelle und oberflächliche Analysen und Veröffentlichungen oder selbstdarstellerische Attitüden.
Globale Aktionswoche gegen Air France: 15. – 21. Dezember 2011
Air France ist weltweit das grösste Flugunternehmen welches sich noch am Transport von Tieren für Versuchszwecke beteiligt. Jährlich werden tausende Primaten aus Ostasien und Afrika in verschiedene Tierversuchslaboratorien in Europa und Amerika geflogen. Ausserdem transportiert Air France Hunde, Katzen und kleinere Tiere wie Mäuse und Frösche. Seit einiger Zeit läuft eine globale Kampagne um Air France dazu zu bewegen, den Transport von Tieren für Versuchszwecke endlich einzustellen. Es ist wichtig, dass sich an den globalen Aktionstagen möglichst viele Menschen aus der ganzen Welt beteiligen und an Flughäfen, Schaltern und Verkaufsstellen von Air France protestieren. Weitere Infos zur Kampagne: http://www.airsouffrance.fr/en/
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